Bewegungstherapie und Gesundheitssport - B & G

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Sportwissenschaft, Sportmedizin / Gesundheit
Thieme
1613-0863
jährlich 6 mal
Deutsch
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Bewegungstherapie und Gesundheitssport - B & G

Titel Informationen
Die Fachzeitschrift für Sportlehrer, Sporttherapeuten, Sportmediziner und Sportwissenschaftler mit Arbeitsschwerpunkten Prävention sowie ambulanter bzw. stationärer Rehabilitation. Die Bewegungstherapie und Gesundheitssport vermittelt bewegungs- und sportwissenschaftliche, sportmedizinische und sporttherapeutische Informationen im Umfeld präventiver und rehabilitativer Tätigkeitsbereiche. Neben den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen widmet sie sich auch der Umsetzung dieser Erkenntnisse in die Praxis und berichtet Aktuelles zu gesundheitspolitischen und berufspolitischen Entwicklungen. Sie informiert über Kliniken und Einrichtungen und deren jeweilige Konzepte, über neue Produkte, Geräte und Hilfsmittel sowie über relevante Rechtsfragen.
Meine Notizen
Editorial
Erst Rheuma, dann Osteoporose – aktuelle Empfehlungen aus sport- und bewegungstherapeutischer Sicht
Die gesundheitlich positiven Wirkungsweisen von körperlicher Aktivität und körperlichem Training sind für viele Erkrankungsbilder wissenschaftlich weitestgehend belegt. Auch bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und der Osteoporose wird von positiven Effekten auf das Krankheitsbild und deren potenziellen Komorbiditäten durch die Sport- und Bewegungstherapie ausgegangen. Ihre Wirkungsweisen werden in dieser Übersichtsarbeit näher betrachtet.Auf Basis einer Literaturrecherche wurden randomisierte kontrollierte Studien (RCT), nicht-RCT-Studien, systematische Übersichtsarbeiten und Empfehlungen von Fachgesellschaften einbezogen.Die Ausbildung einer Osteoporose ist eine häufig auftretende Komorbidität der medikamentösen Therapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungsbildern. Dies wird durch das Manifestationsalter der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und den Bewegungsmangel bei bereits Erkrankten unterstützt. Körperliche Aktivität und Training zeigen eine positive Wirkung, sowohl auf entzündlich-rheumatische Erkrankungsbilder als auch auf das Erkrankungsbild der Osteoporose und darüber hinaus auf deren Komorbiditäten. Zudem existieren auf Basis der Bewegungs- und Trainingsempfehlungen des American College of Sports Medicine (ACSM) und der American Heart Association (AHA) Ansatzpunkte, die durch die European League Against Rheumatism (EULAR) adaptiert wurden, um Intensität, Dauer und Umfänge in der Prävention und Rehabilitation zu steuern.Die Steigerung der körperlichen Aktivität und das regelmäßige körperliche Training sollten grundlegende additive Bestandteile der Therapie bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen und der Osteoporose sein. In einzelnen Subaspekten ist die Studienlage sehr heterogen, vor allem bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Hierzu bedarf es weiterer Forschung.
Ausdauersport bei systemischem Lupus erythematodes?
Zum Gesundheitszustand Hochschulbeschäftigter im Altersgang am Beispiel aerober Ausdauerleistungsfähigkeit und der Einfluss sportlicher Aktivität
Neben dem natürlichen Alterungsprozess ist insbesondere die körperliche Inaktivität für die Abnahme der Ausdauerleistungsfähigkeit im Altersgang verantwortlich zu machen. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung besteht zunächst in der Einschätzung der Ausdauerleistungsfähigkeit Hochschulbeschäftigter. Hierfür erfolgt anschließend der Vergleich sportlich aktiver (≥ 2 Stunden Sport / Woche) und inaktiver (< 2 Stunden Sport / Woche) Personen. Die retrospektiv durchgeführte Untersuchung an 218 Rostocker Hochschulbeschäftigten zeigt für die Gesamtstichprobe eine im IPN-Test erhobene leicht überdurchschnittliche Ausdauerleistungsfähigkeit. Beginnend mit dem mittleren Erwachsenenalter nimmt diese unabhängig vom Sporttyp deutlich ab (p < 0,05). In den Altersgruppen der 30–44-Jährigen und der 45–60-Jährigen weisen sportlich Aktive wesentlich bessere Werte als sportlich Inaktive auf (p < 0,05). Die Ergebnisse zeigen außerdem, dass Aktive 45–60-Jährige eine annähernd vergleichbare Ausdauerleistungsfähigkeit wie die Inaktiven 30–40-Jährigen erreichen. Der altersbedingte Rückgang ab dem mittleren Lebensalter kann nicht gänzlich aufgehalten, aber über sportliche Aktivität um zumindest eine Altersklasse erhalten und deutlich begünstigt werden. Unter Nutzung der vorliegenden Ergebnisse kann die Organisation und Bewertung von Interventionen zur Gesundheitsförderung im Hochschulwesen gezielter erfolgen.
Wo sich Wissenschaft und Praxis treffen: anwendungsorientierte Forschung in Bewegungstherapie und Gesundheitssport – eine Einführung
Der vorliegende Beitrag dient als Einführung der Reihe „Wo sich Wissenschaft und Praxis treffen“. In diesem Rahmen werden künftig in regelmäßigen Abständen die Grundlagen wissenschaftlicher Methoden für Praktiker und Nachwuchswissenschaftler erläutert. Auf diese Weise soll für wesentliche Aspekte des wissenschaftlichen Arbeitens sensibilisiert werden und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Praxis in der anwendungsorientierten Forschung verbessert werden. Im ersten Beitrag werden die Relevanz von Evaluationen in der bewegungsbezogenen Praxis und im Rahmen dessen der Stellenwert der Theorie und der Forschungsfrage sowie mögliche empirische Studientypen vorgestellt.
POLKA – ein Modellvorhaben zur Prävention in stationären Pflegeeinrichtungen
Die Gesetzeslage zur Prävention in Pflegeeinrichtungen ist eindeutig, aber sehr komplex. Die anwenderorientierte Umsetzung zur Stärkung gesundheitsförderlicher Ressourcen in Pflegeeinrichtungen ist mehrdimensional.Leistungsträger sind zum trägerübergreifenden Handeln aufgefordert. Zudem müssen Leistungsträger aus verschiedenen Sektoren – auch in der Finanzierung – interagieren (z. B. die Pflegeversicherung mit den Bereichen Prävention und Betriebliches Gesundheitsmanagement der Krankenversicherung). Leistungserbringer / Pflegeeinrichtungen müssen die Bereitschaft entwickeln, trotz bestehender hoher Anforderungen in der Pflege, innovative Interventionen mitzutragen, zu entwickeln, zu erproben und zu integrieren. Das ist nur in einem partizipativen Ansatz möglich.Die Zielgruppe der Pflegebedürftigen ist heterogen – auch innerhalb des gleichen Pflegegrades. Letztlich müssen im Setting Pflegeeinrichtung mehrere Zielgruppen berücksichtigt werden: Pflegefachkräfte (einschließlich der Pflegedienstleitungen und Heimleitungen), Pflegebedürftige, Angehörige der Pflegebedürftigen. Zu einer vollumfänglichen Gesundheitsförderung sollten zudem auch kommunale Rahmenbedingungen sowie die Pflegeausbildung berücksichtigt werden. Zudem sind qualitätssichernde Strukturen, Prozesse und Ergebnisse zur Optimierung in einem Qualitätsmanagement-System abzubilden, um Prävention als ein Leitmotiv der Pflegeeinrichtung mit Leben zu füllen.In der Umsetzung des § 5 SGB XI gibt es derzeit einige punktuelle Ansätze, Konzepte und Projekte. Das in diesem Artikel vorgestellte Modellvorhaben beansprucht einem mehrdimensionalen Zugang zum Thema. Der Artikel vermittelt interessierten Lesern, wie das Modellvorhaben in der einjährigen Vorlaufphase entwickelt wurde und konzeptionell geplant ist. Erste Planungsschritte und Vorhabensbeschreibungen werden vorgestellt.
Studyability als Ziel des Gesundheitsmanagements für Studierende
Verschiedene epidemiologische Befragungen erhoben in den letzten Jahren Daten zum Gesundheitszustand der Studierenden in der Bundesrepublik. Obgleich die Ergebnisse eine vergleichsweise gesunde Statusgruppe vermuten lassen, wird bei genauerer Betrachtung deutlich, dass auch unter den Studierenden verschieden vulnerable Gruppen sind, für die die Konzeption eines maßgeschneiderten Gesundheitsmanagements notwendig ist. Diese Konzeption orientiert sich dabei am House of Workability [1]. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wird dieses Modell als Basis für die Weiterentwicklung eines „House of Studyability“ genutzt. Dieses Vorgehen hat Vorteile sowohl für die Strukturierung der bisherigen Interventionen als auch für die Identifikation fehlender Gesundheitsförderungsansätze.
Therapeutische Effekte von Qigong bei COPD in der stabilen Phase
Zulassung physiotherapeutischer Praxen
Bewegungsförderung in der Bewegungstherapie: Aktuelle Ergebnisse des Forschungsprojektes „Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation“
Analoge Eltern – digitale Kinder? Gemeinsam gesund aufwachsen!
Editorial
Sedentäres Verhalten reduzieren – eine neue und eigenständige Perspektive in der Bewegungsförderung
Vor dem Hintergrund eines voranschreitenden technischen Fortschritts sowie sozialer und ökonomischer Veränderungen innerhalb der letzten Jahrzehnte ist die Reduzierung von sedentärem Verhalten eine neue Perspektive, die für alle Altersgruppen an Relevanz gewinnt. Sedentäres Verhalten ist mittlerweile als Risikofaktor für die psychische (z. B. Selbstwertgefühl, Depression und Schlafprobleme), physische (z. B. Übergewicht, Fitnesszustand, Knochengesundheit und Marker des kardiometabolischen Risikos) und sozioemotionale (z. B. prosoziales Verhalten und akademischer Erfolg) Gesundheit etabliert. Die Zusammenhänge sind in relativer Unabhängigkeit vom Bewegungsverhalten anzusehen und auch können das sitzende Verhalten und das Bewegungsverhalten im Tagesverlauf beide in vielfältiger Form nebeneinander auftreten. Dennoch steht die Förderung von Bewegung oft im Fokus von Interventionsvorhaben, auch um sedentäres Verhalten zu reduzieren. Bisherige Interventionen, die sedentäres Verhalten reduzieren, zeigen sich jedoch insbesondere dann erfolgreich, wenn das sitzende Verhalten direkt und die kontextspezifische Einbeziehung der Umwelt fokussiert werden. Sedentäres Verhalten zu reduzieren ist nicht zuletzt aus dieser Erkenntnis eine eigenständige, aber bislang vernachlässigte Perspektive in der Bewegungsförderung. Diese neue Perspektive bietet das Potenzial, die Verwendung der täglichen Zeit weg von hohen Sitzzeiten hin zu vermehrter Alltagsaktivität zu verschieben und damit auch gesundheitliche Zusammenhänge zu verbessern.
Bewegung in der Schwangerschaft
Bewegung in der Schwangerschaft wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Frau und des Kindes aus. Es kommt zu einer geringeren Gewichtszunahme der Schwangeren, und das Risiko der damit einhergehenden Erkrankungen wie Schwangerschaftsdiabetes und Präeklampsie kann verringert werden. Nicht nur die Frau, sondern auch das ungeborene Kind erhalten durch einen gesunden Lebensstil (Bewegung und Ernährung) gesundheitliche Vorteile. Im Rahmen der perinatalen Programmierung werden vor und während der Schwangerschaft gesundheitsfördernde Grundsteine für das spätere Leben des Kindes gelegt. Übergewicht und Adipositas sowie die Begleiterkrankung Diabetes Typ 2 können mit einem bewussten Lebensstil vor und während der Schwangerschaft positiv beeinflusst werden. Somit bieten Lebensstilinterventionen bei Schwangeren und bei Frauen mit Kinderwunsch eine Maßnahme zur Übergewichtsprävention bei Kindern und Jugendlichen. Grundsätzlich wird jeder Frau empfohlen, körperlich aktiv zu sein, solange keine absoluten Kontraindikatoren vorliegen. Es wird eine Kombination aus moderater und intensiver körperlicher Aktivität an mindestens drei Tagen in der Woche für 30 Minuten empfohlen. Zusätzlich sollten die großen Muskelgruppen an mindestens zwei Tagen in der Woche gekräftigt werden.
Effekte eines Trainings mit der Faszienrolle auf die Dehnfähigkeit
Faszientraining gilt zwischenzeitlich als ein zentrales Thema für Fitness, Prävention und Rehabilitation. Dies trifft im Besonderen auf die Beweglichkeit und ihr Training zu. Der Beitrag überprüft die Wirkungen eines Faszientrainings mit dem Foamroller auf die ischiocrurale Muskulatur.
Qualität und Bewegung im Kita-Alltag
Kita-Alltag gesundheitsfördernd gestalten: ganzheitlich und nachhaltig
Im Fokus der kompakten Qualifizierung „KiCo - Kita-Coaches IN FORM“ für Kita-Leitungen und pädagogische Fachkräfte stehen die Themen Coaching und Gesundheitsförderung in der Kita. Hierzu werden vielfältige Methoden zu möglichen Coachinganlässen in Praxiseinheiten erprobt. Zudem werden die, für einen gesunden Lebensstil in der Kita unverzichtbaren Themen Ernährung, Bewegung und Entspannung vertiefend behandelt. Weitere Schwerpunkte bilden die Mitarbeiter*innengesundheit sowie die Elternpartnerschaft. Die angehenden KiCo-Coaches erhalten insbesondere während ihrer ersten Coachingeinsätze in Kitas Unterstützung durch eine erfahrene Supervisorin.
Übergewicht und Adipositas in der Praxis der Kinder- und Jugendärzte
bergewicht und Adipositas zählen weltweit zum wichtigsten, vermeidbaren Gesundheitsrisiko.▪ Sie verursachen eine hohe Zahl chronischer Erkrankungen mit Beeinträchtigung der Lebensqualität, Verkürzung der Lebensdauer und erheblichen Belastungen der Gesundheitsetats.▪ Es mangelt an effizienten konventionellen therapeutischen Angeboten.▪ Als Instrument und Träger dieser Interventionen eignen sich Netzwerke aus Fachleuten und Mitgliedern der Zivilgesellschaft vor Ort im Sinne eines qualifizierten Casemanagements.▪ Ein behördliches Controlling der Teilnahme an den Vorsorgeuntersuchungen jenseits der Einschulung ist zu fordern.
Vernetzte Gesundheitsförderung
Gesundheitsförderung auf kommunaler Ebene ist eine besondere Herausforderung, da hier viele verschiedene Organisationen, Ressorts und Professionen an der Gesundheit der Kommune beteiligt werden können. Die Plattform Ernährung und Bewegung e. V. hat 2013 / 14 mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen des Nationalen Aktionsplans IN FORM eine Weiterbildung entwickelt, in der Angestellte aus der Kommunalverwaltung lernen Netzwerke zu gründen, um diesen Herausforderungen innerhalb der Kommune zu begegnen und gemeinsam mit den relevanten Akteuren an Gesundheitsthemen zu arbeiten. In der Weiterbildung „Kommunale Gesundheitsmoderation“ erhalten die Teilnehmenden in fünf Modulen das nötige Handwerkszeug in den Bereichen der Kommunikation und Moderation sowie den theoretischen Input zu Themen der Gesundheitsförderung und qualitätsgesicherter Arbeit vor Ort.
Dosis-Wirkungs-Beziehungen zwischen körperlicher Aktivität, sedentärer Zeit und Sterblichkeit
Anforderungen an Kenntnisnachweise bei sektoraler Heilpraktikererlaubnis
peb-Workshop „Gesund aufwachsen in einer digitalen Welt“
Editorial
Implementierung und erste Effekte Smartphone-unterstützter körperlich-kognitiver Aktivitäten im Wohnquartier zur Förderung der sozialen Teilhabe älterer Menschen
Einführung Das Potenzial einer Verschränkung technikgestützten Trainings körperlicher und kognitiver Fähigkeiten zur Förderung der sozialen Teilhabe und Gemeinschaft Älterer im Wohnquartier erscheint beträchtlich. Derartige Ansätze sind aber in der Praxis selten und kaum wissenschaftlich erprobt. Im BMBF-Projekt Quartier Agil – aktiv vor Ort wird ein solches Programm entwickelt und seine Machbarkeit überprüft. Methoden Vorgestellt werden die Ergebnisse aus dem ersten von 2 6-monatigen Interventionszyklen einer explorativen, nicht-kontrollierten Studie. Unterstützt von 2 Teilhabementorinnen, nahmen n = 19 selbstständig im gleichen Ortsteil Bochums lebende ältere Menschen wöchentlich für 90 Minuten an Smartphone-Schulungen, körperlichem und kognitiven Training teil. Teilnehmer wurden mittels Smartphone und spezieller Apps angeregt, weitere individuelle Trainingseinheiten sowie körperlich und geistig aktivierende Angebote mit Bezug zu Identifikationspunkten („hot spots“) im Quartier zu nutzen oder diese selbst zu organisieren. Diverse Indikatoren der Machbarkeit wurden erhoben. Pre / Post-Erhebungen körperlicher und kognitiver Variablen und der Lebensqualität ergänzt durch Selbstbewertungen der sozialen Teilhabe dienten der ersten Einschätzung möglicher Effekte. Ergebnisse Die Teilhabementorinnen investierten wöchentlich ca. 6 Stunden Zeit und schätzten das Programm als gut machbar ein, wenngleich die App / Smartphone-Einweisung mehr Zeit als erwartet in Anspruch nahm. Die durchschnittliche Anwesenheit in den Veranstaltungen lag bei 76 ± 15 %. Insgesamt traten keine adversen Ereignisse auf. Allerdings brachen 2 Teilnehmer / innen die Studie ab, weitere 4 waren bei den Posttests verhindert. Alle Befragten (n = 13) waren mit dem Programm zufrieden, und 9 von 13 sagten, dass Quartier Agil ihre soziale Vernetzung gefördert habe. Die Smartphones generierten großes Interesse und wurden regelmäßig genutzt, trotz durchwachsener Zufriedenheit mit der projekteigenen App. Vom Pre- zum Posttest verbesserten sich Balance (Berg Balance Scale) und 6 Minuten Gehstrecke tendenziell. Die Kraft der unteren Extremität und körperliche Aktivität blieben auf hohem Niveau erhalten. Eine tendenziell effizientere kognitive Verarbeitung zeigte sich bspw. im Bereich der Wortflüssigkeit. Fazit Der Quartier Agil-Ansatz erscheint machbar und bietet Potenzial zur Förderung von sozialer Teilhabe inklusive verbesserter Bindung an das Wohnquartier und Smartphone-Kompetenz sowie zur Aufrechterhaltung körperlicher und kognitiver Funktionen. Organisatorische und methodisch-didaktische Erkenntnisse flossen in die Anpassung des Programms für einen 2. Interventionszyklus ein. In künftigen Studien sollten körperlich und kognitiv weniger inaktive Teilnehmer adressiert werden. Erhebungen des Aktionsradius und der Dual-Task-Fähigkeiten könnten zukünftig eine spezifischere Quantifizierung möglicher Effekte gestatten.
Die Wirkung von kurzen oberkörperspezifischen Bewegungs- und Trainingsinterventionen am Arbeitsplatz auf die Parameter Schmerz und Kraft
Das systematische Review untersucht die Auswirkungen von oberkörperspezifischen Kurzinterventionen am Arbeitsplatz auf muskuloskelettale Schmerzen sowie den muskulären Kraftzuwachs.Es wurde eine systematische Literaturrecherche in den Datenbanken PubMed und Google Scholar durchgeführt; eingeschlossen wurden ausschließlich randomisierte kontrollierte Studien. Als Interventionsdauer wurden mindestens 4 Wochen definiert und eine Einheit sollte zwischen 10 und 20 Minuten bei einem maximalen Wochenumfang von 75 Minuten betragen. Insgesamt wurden 16 Studien – unterteilt in 11 Cluster – eingeschlossen, welche die Auswirkungen von Kurzinterventionen auf die Variablen Kraft und Schmerz beschreiben. Alle neun Cluster die den Schmerz als Parameter beinhalten, beschreiben eine schmerzreduzierende Wirkung durch Bewegung und Training in mindestens einer der berücksichtigten Körperregionen. Ebenso wurde in neun der zehn Cluster, die den Parameter Stärke betrachteten, eine Kraftzunahme beschrieben. Es konnte gezeigt werden, dass selbst kurze Bewegungs- und Trainingsinterventionen einen positiven Effekt auf die untersuchten Parameter haben. Jedoch weisen die Studien eine große Heterogenität auf, sodass weitere Forschungsvorhaben notwendig sind.
Von Erfolgsfaktoren, Hindernissen und Bedarfen zu Schlüsselkomponenten der kommunalen Bewegungsförderung bei Menschen mit sozialer Benachteiligung: Bericht von einem Workshop
Zur Umsetzung der Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungsförderung für die gesamte Bevölkerung unter Berücksichtigung von Zugangswegen zu Menschen mit sozialer Benachteiligung im kommunalen Kontext werden im Projekt KOMBINE (Kommunale Bewegungsförderung zur Implementierung der Nationalen Empfehlungen) neben wissenschaftlichen Erkenntnissen auch die politischen und praktischen Erfahrungen aus der Kommune berücksichtigt.In allen Projektphasen ist ein Aktivierungs- und Beteiligungsansatz grundlegend. Hierzu wurden bundesweit Akteure zu einem Workshop eingeladen, um gemeinsam Erfolgsfaktoren, Hindernisse und Bedarfe der kommunalen Bewegungsförderung mit Fokus auf Menschen mit sozialer Benachteiligung zu identifizieren.Durch einen moderierten Austausch zwischen 60 Workshop-Teilnehmern aus elf Bundesländern konnten neun Schlüsselkomponenten kommunaler Bewegungsförderung ermittelt werden. Die Berücksichtigung dieser Schlüsselkomponenten wird als eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen und nachhaltigen Aufbau kommunaler Strukturen der Bewegungsförderung gesehen.Es ist gelungen, mithilfe eines Aktivierungs- und Beteiligungsansatzes die Expertisen von kommunalen, politischen und wissenschaftlichen Akteuren einzubinden, um relevante Schlüsselkomponenten der kommunalen Bewegungsförderung abzuleiten. Diese bilden die Grundlage für die Entwicklung eines Handlungsmodells der kommunalen Bewegungsförderung, welches in einem nächsten Schritt kontextspezifisch in Modellkommunen erprobt wird.
Bewegungstherapie in der medizinischen Rehabilitation der Rentenversicherung
Viel Bewegung in der Reha-Nachsorge
Effektivität von Tanztherapie in der Behandlung von Erwachsenen mit Depression
Der Mindestlohn: Rechtlicher Rahmen und aktuelle Fragestellungen
Wo ist die Evidenz? – „Homo Heidelbergensis“ und die Suche nach der Qualität im Gesundheitssport
Immer in Bewegung!
Liebe Leserinnen und Leser,
Wissenschaftlicher Überblick zu bewegungstherapeutischen Interventionsstudien in onkologischen Rehabilitationskliniken
Ziel der Arbeit Zahlreiche Studien belegen die ganzheitlich-positiven Effekte bewegungstherapeutischer Interventionen bei Krebspatienten. Auch in der onkologischen Rehabilitationsklinik besitzt die Bewegungstherapie einen hohen Stellenwert, deren Erkenntnisse hier zusammengefasst werden sollen. Methoden Es wurde die Datenbank Pubmed sowie die Publikationen der Rehabilitationswissenschaftlichen Kolloquien nach Interventionsstudien von 2006 bis Januar 2018 durchsucht. Ergebnisse 13 Publikationen wurden identifiziert, die sich auf 8 Studien bezogen, von denen 5 RCTs waren. In erster Linie zeigten Studien den positiven Effekt von Trainingsinterventionen auf das Fatigue-Syndrom und das Bewegungsverhalten. Für viele Parameter liegen jedoch noch keine validen Ergebnisse vor. Schlussfolgerung Zukünftige Studien im Setting der onkologischen Rehabilitationskliniken sollten insbesondere auf die objektive Erfassung von körperlicher Aktivität und körperlicher Fitness, lange Follow-Up-Zeiträume, ein multizentrisches Design, eine Personalisierung des Trainings und eine intensivierte Nachsorge achten.
Ambulante Rehabilitationssportangebote für Krebspatienten: Eine Befragungsstudie zu Barrieren und Zugangswegen
Hintergrund Trotz einer steigenden Anzahl an Rehabilitationssportgruppen für Krebspatienten wird häufig von Schwierigkeiten beim Zugang zu entsprechenden wohnortnahen Angeboten berichtet. Ziel der Untersuchung war daher die Erhebung von Zugangswegen sowie wahrgenommenen Barrieren und Einflussgrößen für den Einstieg und die langfristige Teilnahme am Rehabilitationssport für Krebspatienten. Methode An der quantitativen und qualitativen Befragung beteiligten sich 189 Teilnehmer aus 21 ambulanten Rehabilitationssportgruppen (63±10 J.; 96 % weiblich; 82 % Brustkrebs; Rehasport-Teilnahme seit im Median 29 Monaten). Mittels standardisiertem Instrument (offene und geschlossene Fragen; validierte Skalen) wurden systematisch Faktoren erfasst, die Einstieg und Teilnahme am Rehabilitationssport potenziell beeinflussen können (z. B. Barrieren, Motive). Ergebnisse Vor dem Einstieg hatten 151 (80 %) der Befragten eine Empfehlung für die Teilnahme am Rehabilitationssport bekommen (40 % Stationäre Rehabilitation / Anschlussheilbehandlung; 24 % Familie / Freunde; 16 % Onkologe; 11 % Personal der onkologischen Einrichtung; 10 % Hausarzt / Gynäkologe). Hindernisse / Bedenken vor dem Einstieg umfassten insbesondere eine als zu starke wahrgenommene Müdigkeit / Erschöpfung (37 %), zu starke Schmerzen / Unwohlsein (15 %) und das Gefühl einer therapie- / erkrankungsbedingt zu geringen Fitness (14 %) sowie fehlende Kenntnisse über passende Angebote (19 %) und unzureichende Empfehlungen (13 %). Primäre Motive für den Einstieg und die Teilnahme am Rehabilitationssport liegen in einer Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden (97 bzw. 93 %) sowie einer Reduktion von (Krankheits-)Beschwerden (96 %) und Rezidivrisiko (82 %). Fast alle Teilnehmer (n = 185; 98 %) wollen nach der Teilnahme am Rehasport weiterhin regelmäßig körperlich-sportlich aktiv bleiben (74 % im Sportverein, davon 36 % zusätzlich privat; 17 % ausschließlich privat). Gut 2 / 3 der Befragten (68 %) haben Interesse, an weiteren regulären Vereinssport-Angeboten teilzunehmen, 38 % kennen keine anderen Angebote bzw. Möglichkeiten im Verein. Diskussion Konkrete Empfehlungen und adäquate Aufklärung über Durchführbarkeit, Nutzen und Möglichkeiten von Rehabilitationssport scheinen für den Einstieg in eine entsprechende Krebssportgruppe relevant. Informationen zu Angeboten und Möglichkeiten, bestenfalls bereits während der Krebstherapie, könnten den Einstieg in den Rehasport und konsekutiv einen aktiven Lebensstil sowie die Nutzung des Potenzials von Bewegung unterstützen.
Adverse Events beim Training mit onkologischen Patienten: Wie sicher ist das Training außerhalb klinischer Studien?
ber das Auftreten von Zwischenfällen, sogenannten Adverse Events, im Training mit onkologischen Patienten liegen bislang nur wenige Daten vor. Diese wurden im Rahmen von klinischen Studien erfasst und beschreiben das Training als sicher. Ziel der vorliegenden Arbeit war es, die Sicherheit von Training mit onkologischen Patienten in der Routineversorgung zu erfassen.Mithilfe eines selbstentwickelten Fragebogens wurden retrospektiv für das Jahr 2017 Trainingszentren befragt, wie häufig Serious Adverse Events (Tod, reanimationspflichtiger Herzkreislaufstillstand, Knochenbrüche, Narbenbrüche, Verletzungen) und Non-Serious Adverse Events (Krampfanfälle, Übelkeit / Erbrechen, muskuläre Beschwerden, Kreislaufbeschwerden, oberflächliche Wunden / Hämatome) während des Trainings mit onkologischen Patienten aufgetreten waren.Es konnten 34 Fragebögen aus 12 Ländern ausgewertet werden. In insgesamt 91.252 Patientenstunden traten 672 Adverse Events auf. Davon wurden 10 Zwischenfälle als Serious Adverse Events bewertet (Inzidenz 11 pro 100.000 Patientenstunden), wobei keine Todesfälle darunter waren. Die meisten (n = 6) Serious Adverse Events traten während des Ausdauertrainings auf. Als Non-Serious Adverse Events wurden 662 Zwischenfälle angegeben (Inzidenz 725 pro 100.000 Patientenstunden). Non-Serious Adverse Events wurden auf alle Trainingsarten verteilt beobachtet.Training mit onkologischen Patienten in der Routineversorgung außerhalb von Studien kann vorläufig als sicher bewertet werden, da die vorliegende erste Erhebung in über 90.000 Patientenstunden keinen Todesfall ergab. Allerdings sollten Sporttherapeuten auf Zwischenfälle vorbereitet sein und Ausdauertraining besonders aufmerksam betreuen.
Sport- und Bewegungsempfehlung nach Brustrekonstruktion: Erste Ergebnisse einer Online-Befragung und Erfahrungen aus der Praxis
Die plastisch-kosmetische Brustrekonstruktion wird aus unterschiedlichsten Indikationen durchgeführt. Patientinnen mit einem entsprechenden Eingriff sind körper-bewusst und nehmen an verschiedensten körperlichen Aktivitäten bzw. Sport teil. Da die postoperativen Empfehlungen nur auf niedrigem Evidenzniveau bei Brustrekonstruktion existieren, wurde mittels einer online Befragung ein erster Überblick über die Empfehlungen erhoben. Demzufolge kann die Wiederaufnahme von Sport unterstützt werden, es sollte jedoch auf mögliche Risiken hingewiesen werden. Grundsätzlich ist nach derzeitigem Kenntnisstand nicht von Sport und körperlicher Aktivität nach einem Brustwiederaufbau abzuraten.
Die Nationale Expertengruppe Bewegungstherapie und Körperliche Aktivität in der Onkologie – NEBKO
Multimodale Supportivintervention zur Förderung der körperlichen Funktionsfähigkeit älterer Krebspatientinnen und Krebspatienten
Hintergrund Ältere Menschen mit Tumorerkrankungen sind heterogen in Bezug auf biologisches Alter, körperliche und kognitive Funktionalität sowie Anzahl und Schwere von Komorbiditäten. Daher wird empfohlen, vor der Planung einer onkologischen Therapie ein umfassendes geriatrisches Assessment durchzuführen, um individuelle Risikofaktoren und Ressourcen zu identifizieren. Trotz angepasster Therapien kann jedoch unter onkologischer Behandlung die körperliche Funktion nachlassen, was zu einer Gefährdung der Alltagsfunktionalität und Selbstversorgung sowie zu einer Reduktion der gesundheitsbezogenen Lebensqualität (HRQOL) führen kann. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken und die Selbstständigkeit zu erhalten, sind gezielte supportive Strategien unter Berücksichtigung der individuellen Plastizität erforderlich. Ziel dieser Studie ist daher die Entwicklung und Pilotierung einer multimodalen Intervention zur Förderung der körperlichen Aktivität älterer Patientinnen und Patienten unter und nach ambulanter strahlentherapeutischer Behandlung. Methodik Das methodische Vorgehen basiert auf der Richtlinie des UK MRC Frameworks zur Entwicklung komplexer Interventionen. Mit dem Ziel die Alltagsfunktionalität auch unter Therapie möglichst zu erhalten, beinhaltet die im häuslichen Umfeld durchführbare Intervention Module zur körperlichen Aktivierung und Ernährung. Basierend auf umfassenden Assessments von körperlicher Funktion, aktuellen Aktivitäten, Ernährungsstatus, Kognition, Depression, sozialer Unterstützung, Lebensqualität, Motivation und persönlichen Zielen werden individuelle Trainingsempfehlungen und Ernährungshinweise formuliert. Im Rahmen von Pretests mit Krebsüberlebenden werden die Inhalte der Interventionsmodule und die Materialien zur Anleitung auf Eignung und Verständlichkeit geprüft und ggf. optimiert. Ausblick In der anschließenden Pilotierung werden Patientinnen und Patienten der Altersgruppen 60+, 70 + und 80+, die sich einer ambulanten Strahlentherapie unterziehen, in 2 Gruppen (papier-basierte oder elektronisch gestützte, video-basierte Anleitungen) randomisiert, um die Intervention und die unterschiedlichen Ansprechwege auf Machbarkeit, Akzeptanz und potentiellen Nutzen zu prüfen.
Sport- und Bewegungstherapie als Standard der modernen Krebsmedizin: Verfügbare Strukturen und Konzepte zur Versorgung onkologischer Patienten
Die Evidenz zur Wirksamkeit von Sport- und Bewegungstherapie bei Krebserkrankungen ist im letzten Jahrzehnt stark gestiegen. Daher werden in Deutschland derzeit Strukturen und Konzepte implementiert, die eine qualitativ hochwertige und flächendeckende Versorgung von onkologischen Patientinnen und Patienten anstreben. Das Netzwerk OnkoAktiv zielt mit der Vernetzung und Qualitätssicherung existierender Versorgungsstrukturen auf den einfachen Zugang zu spezifischen Bewegungsangeboten durch Betroffene. Die Initiative der Onkologische Trainings- und Bewegungstherapie (OTT) sichert mit dem entsprechenden Ausbildungskonzept den therapeutischen Standard in der Arbeit mit onkologischen Patienten.
Prähabilitation für Erwachsene mit vorliegender Krebsdiagnose
Abstract („Ziel“, „Methoden“, „Ergebnisse“, „Schlussfolgerung“) und Teile aus dem Artikel („Diskussion“; Quellenangaben zur Lesbarkeit weggelassen) aus dem Englischen übersetzt und zur Verständlichkeit teils leicht modifiziert von S. Peters
Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und einem niedrigeren Lungenkrebsrisiko
Abstract und Auszug aus dem Beitrag (Quellenangaben zur Lesbarkeit weggelassen) dem Englischen übersetzt und zur Verständlichkeit teils leicht modifiziert von S. Peters
Rechtsprechungsreport
PArC-AVE – Partizipative Bewegungsförderung in der beruflichen Bildung
Kinderarzt Dr. Gerhard Koch ist neuer Vorstandsvorsitzender der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb)
Der ehemalige Chefarzt der Kinderklinik in Hagen, Dr. Gerhard Koch, wurde Mitte Mai zum neuen Vorstandsvorsitzenden der Plattform Ernährung und Bewegung e. V. (peb) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Prof. Ulrike Ungerer-Röhrich an, die nach 6 erfolgreichen Amtsjahren an der Spitze das Amt übergeben hatte.
Nachrichten des Deutschen Verbands für Gesundheitssport und Sporttherapie e. V. (DVGS)
Betriebliches Gesundheitsmanagement in digitalen Zeiten
Psychosoziale Arbeitsbelastungen als Gesundheitsrisiken?
Zum Einfluss gesundheitsgefährdender Einflüsse der modernen Arbeitswelt auf das Risiko, stressassoziierte Erkrankungen zu erleiden, liegen heute umfangreiche neue Erkenntnisse aus internationalen Studien vor. Der Artikel gibt einen kurzen Überblick über wesentliche Befunde und diskutiert praktische Folgerungen aus vorliegender Evidenz für gezielte Bemühungen um die Sicherung und Weiterentwicklung gesundheitsförderlicher Arbeit und Beschäftigung.
Strukturelle Prädiktoren der Adhärenz für körperliche Aktivität im betrieblichen Setting – eine systematische Übersichtsarbeit
Hintergrund Der Erfolg betrieblicher Gesundheitsprogramme hängt maßgeblich von der Adhärenz der Beschäftigten ab. In betrieblichen Bewegungsprogrammen beträgt diese üblicherweise 25,8 % bis 29,2 %. Determiniert wird die Adhärenz durch demografische, gesundheitsbezogene, arbeitsbezogene und strukturelle Prädiktoren (Robroek, van Lenthe, van Empelen und Burdorf, 2009). Diese Übersichtsarbeit fasst zusammen, unter welchen strukturellen Prädiktoren die Adhärenz für betriebliche Bewegungsprogramme am höchsten ist. Methode Zur Identifizierung relevanter Artikel wurde eine systematische Literatursuche in den Datenbanken Pubmed, Sportdiscus, Cinahl, Embase, Medline und Business Source Premier durchgeführt. Es konnten 47 relevante Artikel aus der Ergebnismenge extrahiert werden. Diese wurden in Bezug auf ihre methodische Qualität bewertet. Adhärenzdaten sowie Teilnehmerquoten wurden nach thematischen Schwerpunkten ausgewertet. Ergebnisse Die Qualität der Studien ist gering, da nur wenige Studien die Adhärenz von betrieblichen Bewegungsprogrammen als primäres Zielkriterium auswerten. Die Messung, Operationalisierung und Definition der Adhärenz für körperliche Aktivität variiert sehr stark in den untersuchten Studien und die Ergebnisse sind inkonsistent. Es fehlen randomisierte kontrollierte Versuche, die unterschiedliche strukturelle Aspekte der Betriebe und Programme miteinander vergleichen. Dennoch konnte der Einfluss struktureller Prädiktoren auf die Adhärenz für betriebliche Bewegungsprogramme bestätigt werden. Diskussion Es besteht die Notwendigkeit, die Adhärenzforschung zu standardisieren, um vergleichbare Ergebnisse liefern zu können. Randomisierte kontrollierte Studien sollten den Einfluss struktureller Prädiktoren auf die Adhärenz genauer spezifizieren. Es ist außerdem von Bedeutung, Strategien zu finden, die die Langzeitadhärenz erhöhen, um das gesundheitsfördernde Potential von Bewegungsprogrammen am Arbeitsplatz besser nutzen zu können. Hierfür muss die Adhärenz als ein komplex determiniertes Verhalten betrachtet werden.
Unterschiede in der Wirksamkeit von Kurzpausenaktivitäten im Vergleich von Bewegungspausen zu psychoregulativen Pausen bei kognitiver Belastung
Die Bedeutung einer bewussten Pausengestaltung und die Auswirkung auf die psychophysische Leistungsfähigkeit im Kontext der modernen Arbeitswelt ist noch wenig erforscht. Ermüdung durch geistige oder körperliche Tätigkeit kann als körperliches Warnsignal aufgefasst werden, um organischer Fehlbeanspruchung vorzubeugen. Um Ermüdung zu reduzieren, kommt der aktiven Pausengestaltung eine große Bedeutung zu. In der vorliegenden Studie wurden Studierende einer kognitiven Belastung (Vortrag) ausgesetzt – die durch 4 angeleitete Pausen (2 psychoregulative Pausen, 2 Bewegungspausen) in einem experimentellen Design unterbrochen wurde. Als Kontrollbedingung diente keine Pause. Die Ergebnisse der Studie zeigen die signifikant höhere Wirkung von Bewegungspausen im Vergleich zu psychoregulativen Pausen und keiner Pause bei kognitiven Belastungen. Zudem sind die angeleiteten Bewegungspausen signifikant „beliebter“ als die psychoregulativen Pausen. Die Ergebnisse weisen auf die steigende Bedeutung einer aktiven Pausengestaltung im Hochschulsetting bzw. Arbeitsumfeld zur Steigerung der Konzentrationsfähigkeit hin.
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